Hier möchte ich Euch die vorkommenden Fischarten in unseren Gewässern einmal näher vorstellen.Es betrifft ledeglich nur die in unseren Vereinsgewässer vorkommenden Fische. Die Fangmethoden dieser Fische, findet ihr unter "Meine Fangmethoden" , es handelt sich hierbei um meine eigenen Methoden.
Der Aal :

Der Aal wird von vielen auch als Schlange bezeichnet, da er dessen Form hat. Man befischt Ihn am erfolgreichsten in der Nacht, aber auch am Tage werden gute, meist Raubaale, gefangen. Seine Lieblingsspeise ist toter Fisch am Grund, sowie Würmer. Überlisten kann man Ihn auch mit Leberstückchen, was ich selbst aber noch nicht ausprobiert habe.Der Aal wird in den meisten Fällen in der Nähe vom Ufer gefangen, weil er dort den Brutfischen auflauert.Tagsüber vergräbt er sich gerne im schlammigen Boden oder sucht sich Höhlen auf.

Der Barsch :

Der Barsch ist in den meisten Fällen ein Schwarmfisch, aber gerade die größeren Exemplare ziehen auch alleine. Die Barsche werden häufig dann angelockt, wenn man zum Beispiel auf Freidfische angelt, hier widdern sie Beute und man bekommt die Barsche als Beifang an den Haken, leider jedoch meistens die kleineren. Um den großen Barschen nachzustellen sollte man die typischen Barschberge aufsuchen. Köder sind meistens Würmer oder kleine Köderfische, sowie kleinste Spinner oder Gummifische.

Die Bachforelle :

Die Bachforelle ist ein typischer Räuber und sucht sich gerne kleine Köderfischchen (Brut), verschmäht aber auch keine Insekten oder Würmer. Wir fangen Ihn am liebsten mit Maden oder Bienenmaden. Forellen Allgemein werden auch gerne als Sportfische bezeichnet, da sie einen wunderbaren Drill liefern. In der Küche sind diese Fische sehr belibet da sehr schmackhaft. Geräuchert sind sie ein Gedicht.

Der Döbel :

Der Döbel ist ein sehr scheuer Fisch, erstaunlich ist jedoch, das er sowohl als Friedfisch aber auch als Raubfisch bezeichnet werden darf. Der Döbel nimmt gerne Maden und Käse, wird aber auch beim Spinnfischen immer wieder überlistet. Der Döbel nimmt den Spinner sehr gern ganz knapp vor dem Ufer, so zumindest habe ich die erfahrung gemacht.Aufgrund seiner vielen Gräten ist er in der Küche nicht sehr beliebt, leider, denn ein Döbel ist sehr schmackhaft.

Der Graskarpfen :

Der Graskarpfen ist ein wunderschöner Fisch, er wird sehr alt und auch sehr groß und somit ziemlich schwer. Die Graskarpfen zu überlisten, vor allem die großen, ist gar nicht so einfach. Sie fressen am liebsten Plankton, Algen und durchwühlen den Schlamm nach Kleinstlebewesen. Es werden immer wieder mal Graskarpfen gefangen, meist aber eher zufällig.Für mich ist der Graskarpfen ein Fisch der unbedingt wieder in das Wasser zurückgesetzt gehört, da er das Wasser vor dem umkippen retten kann.

Der Gründling:

Der Gründling ist ein kleiner und wie sein Name schon verrät am Grund lebender Fisch. Er ist ein wichtiges Beutetier für die kleineren Raubfische, aber ach ein Nutztier im Gewässer, da auch er den Grund von Parasiten und Algen befreit.Der Gründling wird gerne als Köder benutzt um den Zander, Hecht und auch den Forellen nachzustellen.Auifgrund seiner Größe ist er in der Küche nicht zu gebrauchen.Feederangler fangen Ihn sehr oft, da Ihr Köder am Grund liegt. Gefangen wird er oft auf Made oder auch auf kleine Würmer.
Der Hecht :

Der Hecht ist einer meiner Lieblingsfische und wohl nicht nur meiner. Er ist ein Räuber durch und durch, nimmt auch gerne tote Köderfische am System, Gummifische, Spinner, Blinker und Wobbler. Der Hecht ist vor allem vor und nach der Laichzeit sehr gut zu fangen. Er hält sich am Grund aber auch im Freiwasser auf. Der Hecht jagt sehr gerne Fische in fast allen größen, vor allem aber sticht er gerne in Rotaugenschwärme herein, welches wir dann an der Oberfläche erkennen können, weil die Fische in Panik aus dem Wasser springen.Der Hecht in der Küche ist ebenfalls ein Gedicht. Ein ausgezeichneter Sportfisch ist erauch, auch wenn er nicht lange widerstand leistet. Vorsicht : Kurz vor dem Ufer wird er Urplötzlich wieder munter und ist so schon manchen Angler ausgestiegen.

Das Rotauge :

Das Rotauge gehört zu dem meist gefangenen Fischen überhaupt. Sie lassen sich mit den einfachsten Mitteln anlocken und sind auch ganz einfach an den Haken zu bringen. Das Rotauge ist ein sehr schmackhafter Fisch auch wenn Grätenreich. Mit etwas Mut und Geduld kann man aber gerade aus Ihm viele Fischgerichte zubereiten. Das Rotauge ist ein Schwarmfisch, nur die größeren unter Ihnen ziehen auch mal alleine durch die Gewässer.Das Rotauge wird aber auch häufig mit seinem Verwanden der Rotfeder verwechselt. Merkmale zum unterscheiden der beiden Fische sind durch den Stand von Bauch- und Rückenflosse: Während sich beim Rotauge beide Flossen auf gleicher Höhe befinden, ist die Bauchflosse der Rotfeder leicht vorgezogen. Noch leichter fällt die Unterscheidung anhand ihrer Mäuler: Die Rotfeder hat ein oberständiges und das Rotauge ein endständiges Maul.

Die Rotfeder :

Die Rotfeder ist ebenfalls ein häufig vorkommender Fisch, der sehr gerne an unseren Haken geht, da er auch so leicht anzulocken ist. Allerdings wird dieser Fisch auch gerne unter Schutz gestellt, weil er gerade in kleineren Gewässern als Beute für die Räuber geschont werden soll.Meiner Meinung nach ganz richtig so, denn wir haben ja noch die Rotaugen zur Verfügung, das reicht vollkommen aus.
Den Unterschied zwischen Rotauge und Rotfeder, könnt Ihr unter Rotauge nachlesen. Die Rotfeder ist ebenfalls ein Schwarmfisch und vor allem ein sehr schöner Fisch.

Die Regenbogenforelle :

Die Regenbogenforelle gehört zu den am meisten gefangenen Forellenarten in unserer Region. Sie ist ein Räuber und nimmt genau wie sein Artenverwander gerne Köderfischchen, Spinner, kleinste Wobbler, Bienenmaden, Würmer und normale Maden.In der Küche ist er ein Gedicht. Man fängt diesen Fisch gerne in tieferen Regionen (vor allem im Sommer), da hier das Wasser Sauerstoffreicher und kühler ist. Die Forelle liebt kühles und Sauerstoffreiches Wasser.Ein sehr schöner Fisch, sehr schmackhaft und vor allem im Drill ein super Erlebnis.

Spiegelkarpfen

Der Spiegelkarpfen ist wohl einer der beliebtesten Fische auf die geangelt wird. Viele Angler sehen diesen Fisch als Sportfisch an, da sie hier das berühmte Catch and Realise anwenden.Der Karpfen ansich ist in der Tat wohl ein sehr guter Kämpfer und bringt uns eine Menge Spaß am Haken. In der Küche ist dieser Fisch auch sehr beliebt, da er ein wohlschmeckender Fisch ist.Gefangen wird er am meistem mit Boilies, Mais, Made, Schwimmbrot, Teig, Kartoffel, Marshmellows und Wurm.Der Karpfen hält sich im Frühling gerne in der Nähe vom Ufer auf, da er dort die ersten wärmenden Sonnenstrahlen geniest.

Der Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen gehört ebenfalls wie der Spiegelkarpfen zu den Sportfischen, da auch er immer wieder gerne zurück gesetzt wird. Das zurücksetzen eines Fisches ist in Deutschland leider noch immer vom Gesetzgeber her eine heiße und umstrittene Sache. Hier könnte man Stundenlang diskutieren. Hält man sich an den Gesetzgeber so müßte man jeden gefangenen Fisch sofort abschlagen, ob dies richtig ist, ist jedem selbst überlassen.Der Schuppenkarpfen ist in der Küche ebenfalls ein wohlschmeckender Fisch und erfreut jeden Gaumen.Zu den Ködern zählt genau das selbe wie bei dem Spiegelkarpfen (siehe oben).Auch er erfreut sich im Frühling an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und wir fangen Ihn dann häufig in der Nähe vom Ufer. Zu seinen ntürlichen Futter gehören auch Schnecken und Flohkrebse.

Die Schleie:

Die Schleie ist ein sehr scheuer Fisch und liebt es sich im Kraut aufzuhalten. Sie ist ein reiner Grundfisch, kommt aber auch gerne mal in das Freiwasser. Am meisten fangen wir die Schleie mit Rotwurm oder Made, sowie Bienenmade, Mais und kleine Kartoffelstücken. Ich selbst beangle die Schleie mit einer Posenmontage in stark verkrautetem Gewässerabschnitten.Am meisten fängt man sie ausserhalb der Mittagshitze oder an Schattigen Plätzen.Sie ist ein sehr wohlschmeckender Fisch, hat keine Schuppen, dafür aber sehr viel Schleim.Die Schleie ist ein sehr schöner Fisch und wer eine Schleie schon einmal in der Lippe gehakt hat, der weiß wie schwer der Haken hier wieder entfernt werden kann.Die Schleie kann sich heftig wehren und kann auch sehr groß werden.Schleien werden oftmals von Karpfenangler als Beifang gefangen, wenn sie versuchen den Karpfen in Krautbeeten nachzustellen.

Der Wels

Der Wels ist ein Räuber der nicht nur Fische als Speiße zu sich nimmt, sondern auch gerne mal eine Ente verschlingt. Glaubt man den Geschichten mancher Angler so hat der Wels auch keine Scheu kleinere Haustiere wie Schoßhunde zu verschlingen. Aufgrund seiner erreichbaren Größe könnte man Ihm das glauben. Der Wels hält sich gerne am Grund auf und sucht dort auch nach toten oder erkrankten Fischen. Leider ist aber auch so das er einen Riesen Hunger hat und somit schon manch kleineren See von Weißfischen zu ungunsten der Vereinen befreit hat. Wird ein Wels in einem Vereinsgewässer gesichtet, so wird Ihm meist mit schwerem Gerät sofort nachgestellt. Ich selbst habe am Rhein sehr oft diesem Fisch nachgestellt und weiß was es heißt einen solchen Prügel am Haken zu haben.Der Wels ist in der Küche ein sehr feines Gericht da man aus seinem festen weißem Fleisch Ragout oder Gulasch, sowie Steaks und herrliche Suppen bereiten kann.

Der Zander

Der Zander ist ein sehr beliebter Speißefisch und leider auch eine Rarität, denn sein Bestand geht immer weiter zurück. Der Zander ist kein ausgesprochener Sportfisch da er im Drill sehr schnell aufgibt (sobald man Ihn an der Oberfläche hat ). Allerdings ist es nicht gerade leicht Ihn selbst als Zielfisch nach zu stellen, was die Sache aber auch interesanter macht.Man fängt Ihn mit Kunstköder aber auch mit kleinen Fischchen.Die Fangmöglichkeiten sind hier sehr verbreitet. Die wohl älteste ist die Spatzenfalle, hier wir der Schwimmer nicht im Wasser liegen sonder einige Zentimeter darüber. Diese Art Ihn zu beangeln wird aber häufig an Flüssen verwendet.In der Küche keine Frage, ob gebraten, gebacken oder in der Friteuse, wohl einer der kulinarischsten Fische die es bei uns gibt.Den Zander kann man das ganze Jahr fangen, selbst in der Kälte ist es kein Problem Ihn zu landen, wenn man weiß wo er sich aufhält.

All diese Fische fangen wir in unseren Vereinsgewässern. Ich finde es ist eine ordentliche Auswahl und macht immer wieder Spaß auf sie zu angeln.
Ich selbst entnehme dem Wasser gelegentlich Fisch,. denn ich mag Fisch sehr gerne essen. Allerdings beachte ich immer stets die Schonzeiten und die Schon maße, denn auch unsere Nachkommen möchten sich an diesem Hobby erfreuen können.
Ich appeliere daher an jeden Angler Untermaßige Fische wieder in das Wasser schonend zurück zu setzen. Nehmt bitte auch stets immer nur soviel Fische mit nach Hause wie Ihr auch verwerten könnt.
Auch der Fisch ist ein Lebewesen, das Recht auf ein Leben hat und das Artgerecht behandelt werden muß.
Fische die man wieder Frei läßt nie mit einem Lappen oder trockenen Händen anlangen, denn somit verletzen wir die schützende Schleimschicht und der Fisch kann an Pilzerkrankungen zu Grunde gehen.
Fische die wir dem Wasser entnehmen, sind schonend zu betäuben (mit einem gezielten Schlag) und sofort wenn keine Hälterung möglich ist zu töten.
Ein weiteres Thema ist das sauber halten des Gewässers und der Ufer. Denkt immer daran, eine Angelschnur oder ein Haken der lose herumliegt kann Vögeln und anderen Tieren zum verhängnis werden. Solche Angler, die es leider immer wieder gibt, gehören in meinen Augen Lebenlänglich gesperrt, denn jedes Lebewesen hat ein Recht auf ein Ihm angepaßtes Leben.
Oder laßt Ihr bei Euch zu Hause auch einfach alles herum liegen 
Denkt mal darüber nach.
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